Ortsbild

Im Oktober 2009 hat es Berlingen als «Dorf von nationaler Bedeutung» auf die Titelseite  einer viel beachteten Zeitschrift gebracht.

Die monatlich erscheinende Publikation des ISOS (Inventar schützenswerter Ortschaften der Schweiz), eine nationale Institution, zeichnete Berlingen als Ortsbild des Monats aus. Der umfassende Bericht beleuchtete die Siedlungsentwicklung, die Kultur- und Baugeschichte, den Ort, seine Teile und Umgebungen.

So sind die historische Entwicklung  über Jahrhunderte von der Fischerei über Rebbau bis zur Entwicklung des Gewerbes in den einzelnen Ortsteilen noch heute an Gebäuden sowie an Aussen- und Strassenräumen ablesbar. Die weitgehend intakten Siedlungsanlagen und teilweise geschlossenen Bebauungen als Folge des beschränkt verfügbaren Bodens am Seeufer führten ebenfalls zu besonderen architekturhistorischen Qualitäten.

ISOS inventarisiert aber nicht nur, sondern macht auch Empfehlungen zum Umgang mit Altem und Neuem:

  • Das Ortszentrum mit Kirche, ehemaligem Rathaus (Gasthof Schiff) und dem Hafenareal muss unbedingt integral erhalten bleiben.
  • Um- und Neubauten sind qualitativ hochstehend einzufügen.
  • Ein weitere Strassenausbau darf nicht zugelassen werden.
  • Nicht nur Altbauten, sondern auch Baum- und Nutzgärten sowie der Baumbestand in Zwischenbereichen und am Ortsrand sind zu erhalten.
  • Farbvorschläge für Neubauten am Ortsbildhinterhang wären sinnvoll, um deren Fernwirkung zu reduzieren.

Also eine Erfolgsgeschichte über Jahrhunderte und Generationen, zur Freude aller Bewohner und Gäste – aber auch eine Verpflichtung, mit dem Übernommenen sorgfältig umzugehen, ohne Neues zu verunmöglichen.